Das andere «Wort zum Sonntag» oder: Gehorsamsopfer, damals und heute – Diskussionsrunde mit Landesbischof Friedrich Kramer von der EKM

Ein Kommentar von Lother Mack zu den Äußerungen des Landesbischofs Friedrich Kramer zu den Corona Maßnahmen, die er im Rahmen einer Diskussionsrunde der Internationalen Martin Luther Stiftung in Erfurt machte. Lothar Mack war als Gemeindepfarrer und bei verschiedenen Hilfswerken und Redaktionen tätig:

„So wenig Abstand liegt mitunter zwischen den Jahrtausenden, und so sehr gleichen sich oft die Geisteshaltungen.

Zwar seien «viele Massnahmen zur Eindämmung der Krankheit (…) fürchterlich überzogen gewesen», wird der deutsche Landesbischof Friedrich Kramer zitiert. «Aber heute sei der Erkenntnisstand ein anderer als zu Beginn der Pandemie», erklärte er in der vergangenen Woche an einer Tagung in Erfurt. Zudem habe es neben einem «Totalversagen» doch auch «schöne Momente» gegeben.

Das hatte sich Ende Dezember 2020 noch anders angehört. Kramer halte «die Härte der Corona-Maßnahmen für angemessen», schrieb die Berliner Zeitung…“

Teile der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland sehen drei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie die getroffenen politischen Entscheidungen kritisch. Viele Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit seien fürchterlich überzogen gewesen, sagte der mitteldeutsche Landesbischof Friedrich Kramer am Dienstagabend im Rahmen einer Diskussionsrunde der Internationalen Martin Luther Stiftung in Erfurt. „Aber heute sei der Erkenntnisstand ein anderer als zu Beginn der Pandemie.“ – Kommentar: Der Hinweis auf den neueren Erkenntnisstand kann leider nur als Schutzbehauptung gewertet werden, denn dass Maßnahmen Folgen haben, war jedem bewusst. Hier geht es um das Relativieren der eigenen Schuld. Auch der Deutschlandfunkt berichtete über diese Diskussionsrunde:

Auch auf der Online-Plattform evangelisch.de wurde über die Diskussionsrunde berichtet:

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