Christen stehen auf. Du auch?

»Wer glaubt, ist nie allein – im Leben nicht und auch im Sterben nicht.« Mit diesen Worten zu seiner Amtseinführung zeigte Papst Benedikt XVI im Jahr 2005 die Haltung, die es auch heute möglich macht, dass Christen aufstehen und eine eigene Meinung riskieren. Dabei geht es nicht darum, eine Krankheit zu leugnen, von der viele Menschen betroffen waren und sind. Vielmehr muss unsere Solidarität und unser Einsatz allen denen gelten, die erkrankt sind oder gar im Sterben liegen oder die um ihre Angehörige Leid tragen. Zugleich aber bedürfen die tief eingreifenden Maßnahmen unserer Tage dringend einer ethischen Diskussion. Denn es geht um die Alten und die Jungen, es geht um Eingriffe in Bürgerrechte, es geht um Verlassenheit und Einsamkeit im Sterben, um Distanz beim Trauern und beim Hochzeitfeiern. Es geht um Tod und Leben – und zwar weit über die von der Krankheit direkt Betroffenen hinaus. Für Christen geht es dabei auch um das Ewige Leben einerseits und den Tod der Seele andererseits. Seelische Nöte unserer Tage schreien danach, dass Christen aufstehen, sich einsetzen und Mut zeigen.

Impulse

Immer mehr Christen wollen nicht schweigen, wenn Sorgen wachsen und die Kommunikation an vielen Stellen von Angst geprägt ist.  Dabei wird auch das Äußern einer abweichenden Meinung zum Risiko. Gegenpositionen zum vorherrschenden Konsens wirken auf manche gefährlich. So werden oftmals die, die andere Sichtweisen haben, mutlos. Um wenigstens ein bisschen etwas dagegen zu setzen, bieten wir hier einen Blumenstrauß unterschiedlicher Standpunkte. Christen stehen auf, weil sie sich für andere einsetzen, weil sie den Eindruck haben, dass nur mit Angst regiert wird und weil sie sich um den Prozess der Wahrheitsfindung Sorgen machen.

Auf der Grundlage des Evangeliums und der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus, sollen wir Gott mehr gehorchen als den Menschen. Wir sind berufen gegen Unrecht aufstehen. Dafür schenkt er seine Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube und Sanftmut.

Christen stehen auf…

…weil nur ein toter Fisch ständig mit dem Strom schwimmt, weil christlicher Glaube nicht vom »Mainstream« abhängig ist, sondern weil Christen Licht der Welt und Salz der Erde sein sollen.

Aufstehen bedeutet…

… sichtbar werden, sich dem Gegenstrom aussetzen. Salz brennt in der Wunde und Licht in den Augen, wenn sonst alles dunkel ist.

Wer glaubt, ist nie allein.

Benedikt XVI., 2005

Glaube, Hoffnung und Liebe sind Kennzeichen von Gottes Gegenwart im Menschen. Wir Christen sprechen dabei vom „Heiligen Geist“. Er lehrt uns, Gott zu vertrauen, von ihm alles zu erwarten und Gott und Menschen von Herzen zu lieben. Seine Gegenwart im Herzen bedeutet Freude und Gespräch mit Gott.

Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.

Jesaja 7,9

So ruft der Prophet Jesaja dem seinerzeit herrschenden Politiker und seinen Beratern zu. Ahas, König von Israel und seine Regierung sollen in einer gefährlichen Entscheidungssituation, bei der es um Sein oder Nichtsein geht, nicht in Panik verfallen. Sie sollen nicht schwankend werden, sie sollen die Ruhe bewahren. Denn sonst gehen sie garantiert zugrunde und reißen das Volk mit ins Verderben. Jetzt kann der Glaube helfen, denn »Glaube« bedeutet in der Bibel »Gottvertrauen«. Das Vertrauen würde jetzt Bestand geben. Gottvertrauen schenkt Mut. Gottvertrauen hilft, Distanz zu sich selbst zu gewinnen. Damit wird es möglich, für das eigene Leben und für das Leben des anvertrauten Volkes mutige und verantwortliche Entscheidungen zu treffen.

Hoffnung lässt nicht zuschanden werden.

Paulus an die Römer 5,4

Hoffnung bezieht sich häufig auf Konkretes. Was wünsche ich mir? Was erhoffe ich mir? Zugleich bedeutet Hoffnung mehr.

Was würde es bedeuten, wenn Gottes Macht und Geist die Wirklichkeit ganz und gar umprägen würde?
Was würde es bedeuten, wenn das Gebet erfüllt würde: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe“?

Die Hoffnung, von der Paulus hier schreibt, soll nicht beschämt werden. Sie soll nicht enttäuscht werden. Sie richtet sich über alle kleinen Hoffnungen der Gegenwart auf die Erfüllung des Lebens durch Gottes Liebe und Gegenwart.

Die Liebe hört niemals auf.

Paulus an die Gemeinde in Korinth, 1 Kor 13,8

In Korinth prallen die Geister aufeinander. Was richtig ist, wie man leben soll, welche Vorschriften gelten sollen, was christliche Freiheit bedeutet, all das ist hochumstritten. Ein falsches Wort und schon ist der Streit da. Paulus erinnert an das, was allen wichtig ist. Von allen Gaben, die wir Menschen von Gott haben, ist sie die größte. Denn Liebe gibt Kraft und Freude zum Leben. Sie hilft, mit Spannungen zu leben. Sie lässt Gemeinsamkeiten entdecken, neue Wege gehen, andere Menschen als Kinder Gottes annehmen. Liebe ist das Kennzeichen für den Geist der Gerechtigkeit und des Friedens. Liebe belebt und befreit aus äußeren Machtstrukturen, weil Menschen neu nach dem fragen, was das Leben fördert. Liebe ermöglicht Ausnahmen, weil nicht mein Gewissen und Erkenntnisstand ausschlaggebend ist, sondern das, was auch dem anderen dient.

Du musst das AMEN allewege stark machen und nicht zweifeln, Gott höre dir gewisslich zu mit allen Gnaden und sage JA zu deinem Gebet.; und denke ja, dass du nicht allein da kniest und stehst.

Martin Luther

Verbinde Dich

Wir sind eine junge Pflanze und gerade am Wachsen. Aber Christen brauchen Gemeinschaft. Schaue in unsere Telegram Deutschland Haupt-Chat-Gruppe

Sag es allen weiter

Du kennst Christen in Deinem Umfeld. Tausche Dich aus. Suche die Gemeinschaft, unterstützt Euch in diesen herausfordernden Zeiten gegenseitig. Wir sind alles Kinder Gottes. Wir sind nicht allein.

Informiere Dich

Es gibt viele gute Gruppen, die aufklären und zu einer vielfältigen Informationsvermittlung beitragen, um die einseitige Berichterstattung zu überwinden.

Menü