Christen stehen auf. Du auch?

»Wer glaubt, ist nie allein – im Leben nicht und auch im Sterben nicht.« Mit diesen Worten zu seiner Amtseinführung zeigte Papst Benedikt XVI im Jahr 2005 die Haltung, die es auch heute möglich macht, dass Christen aufstehen und eine eigene Meinung riskieren. Dabei geht es nicht darum, eine Krankheit zu leugnen, von der viele Menschen betroffen waren und sind. Vielmehr muss unsere Solidarität und unser Einsatz allen denen gelten, die erkrankt sind oder gar im Sterben liegen oder die um ihre Angehörige Leid tragen. Zugleich aber bedürfen die tief eingreifenden Maßnahmen unserer Tage dringend einer ethischen Diskussion. Denn es geht um die Alten und die Jungen, es geht um Eingriffe in Bürgerrechte, es geht um Verlassenheit und Einsamkeit im Sterben, um Distanz beim Trauern und beim Hochzeitfeiern. Es geht um Tod und Leben – und zwar weit über die von der Krankheit direkt Betroffenen hinaus. Für Christen geht es dabei auch um das Ewige Leben einerseits und den Tod der Seele andererseits. Seelische Nöte unserer Tage schreien danach, dass Christen aufstehen, sich einsetzen und Mut zeigen.